Schönheit ist ein Glanz, den die Liebe verleiht, um das Auge zu täuschen. Deshalb kann man sagen, dass das Auge nur dann keine Schönheit sieht, wenn das Herz ohne Liebe ist. Jack Vance, Die sterbende Erde

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28.08.2019

Vor Kurzem habe ich Trullion: Alastor 2262 für die E-Buch-Veröffentlichung überarbeit. Was für ein Buch! Jack Vance beschreibt die Landschaften, dass einem das Herz aufgeht. Er ist in einer Gegend mit vielen Wasserwegen aufgewachsen, die dem Fenn aus Trullion sehr ähnlich sein muss, natürlich ohne Merlinge.

Die Beschreibung der Stimmungen, die in der Region um die Städte Saurkasch und Welgen herrschen, ist grandios:

Avnis war der Name jener fahlen Stunde unmittelbar vor Sonnenuntergang, einer traurigen, ruhigen Zeit, in der jegliche Farbe aus der Welt gesickert zu sein schien und die Landschaft keine anderen Ausmaße offenbarte als die, welche von den Flächen immer blasser werdender Dunstschleier angedeutet wurden. Avnis, wie auch die Dämmerung, war eine dem Trill-Temperament unsympathische Zeit; die Trill fanden keinen Gefallen an melancholischer Träumerei.

Oder:

Glinnes begann, über seine Jugendzeit nachzugrübeln. Er erinnerte sich an die nebeligen Morgen, die festlichen Abende, das Sternenschauen. Er erinnerte sich an seine guten Freunde und ihre wunderlichen Eigenheiten; er entsann sich des Anblicks des Rabendary-Forsts: die Menanen, welche sich über rostfarbenen Pomandern, silbergrünen Birken und dunkelgrünen Stachelnussbäumen auftürmten. Er dachte an das Schimmern, welches über dem Wasser hing, und die Umrisse des gegenüberliegenden Ufers weicher machte; er dachte an das baufällige alte Familienhaus und stellte fest, dass er großes Heimweh hatte.

Die Schilderungen erfolgen auf effektive Weise unter Aufzählung von Pflanzen und Farben, lassen jedoch Raum für die eigene Fantasie des jeweilgien Lesers, das geistige Bild zu vervollständigen. In Trullion erfindet Vance sogar eine eigene Tageszeit!

Im zweiten Zitat klingt ein Thema an, das Vance seit Beginn der 1070er Jahre immer wieder in seinen Geschichten behandelt: Heimat.

Als er die Nachricht vom Tod seines Vaters erhält, kehrt Glinnes Hulden nach zehn Jahren Dienst beim Whelm zurück zur Insel Rabendary auf Trullion. Einiges hat sich gändert: Sein Bruder Shira wird vermisst, ist wahrscheinlich den Merlingen zum Opfer gefallen. Zu Glinnes’ Verdruss wurde Ambal, ein Stück Familienbesitz, verkauft. Glay, sein anderer Bruder, ist zum Fanscher geworden. Er hat Ambal verkauft, um das Geld einem gewissen Junius Farfan zu geben und die Bewegung der Fanscherade zu fördern.

Zudem hat Glay einer Gruppe Trevanyi gestattet, ihr Lager auf Rabendary aufzuschlagen. Nun fangen die Trevanyi an, die alten Balkennussbäume zu fällen …

Glinnes hat allerhand zu tun, um die Dinge zu Hause wieder in Ordnung zu bringen. Vor allem ist ihm jedoch daran gelegen, den Familienbesitz zurückzubekommen. Allerdings fehlt ihm dazu eine nicht unbeträchtliche Geldsumme. Er beginnt, professionell Hussade zu spielen, um in möglichst kurzer Zeit viel zu verdienen.

Glinnes’ Gedanken beschäftigten sich mit Hussade. Ein Mitglied einer bedeutenden Mannschaft konnte gut und gern zehn- oder sogar zwanzigtausend Ozolen im Jahr verdienen, sofern die Mannschaft häufig spielte und konstant gewann. Lord Gensifer hatte offenbar vor, eine solche Mannschaft zu gründen. Schön und gut, nur dass alle anderen Mannschaften der Region nach dem gleichen Ziel strebten, Ränke schmiedeten, intrigierten, großartige Versprechungen machten, Visionen von Reichtum und Ehre propagierten: alles, um talentierte Spieler anzulocken, deren es nicht viele gab. Ein aggressiver Mann mochte langsam und schwerfällig sein; ein schneller Mann mochte ein unzureichendes Spielverständnis, ein schlechtes Erinnerungsvermögen oder zu wenig Kraft haben, um seinen Gegenspieler baden gehen zu lassen. Jede Position stellte besondere Anforderungen. Der ideale Stürmer war schnell, agil, verwegen und kräftig genug, um mit den gegnerischen Mittelläufern und Hütern fertig zu werden. Ein Mittelläufer musste ebenso schnell und gewandt sein; am wichtigsten war, dass er geschickt mit dem Knuff umzugehen wusste, dem gepolsterten Spielgerät, mit dem ein Gegner von den Wegen und Stegen befördert wurde. Die Mittelläufer waren die erste Verteidigungslinie, auf welche die Stürmer stießen; die Hüter bildeten die letzte. Hüter waren massige, kräftige Männer, die ihre Knuffs mit Entschlossenheit handzuhaben wussten. Agilität war keine ihrer wesentlichen Eigenschaften, da sie nur selten die Trapeze benutzen oder über die Becken springen mussten. Der ideale Hussadespieler vereinigte alle diese Qualitäten in sich; er war kräftig, intelligent, listenreich, behände und erbarmungslos. Solche Männer waren rar. Wie wollte Lord Gensifer es schaffen, eine Mannschaft mit Turnierqualitäten zusammenzustellen? Glinnes beschloss, zum Fleharischfließ zu fahren, um es herauszufinden und bog nach Süden ab in Richtung Fünfinseln.

Vance schildert einige Hussadespiele; Freunde des Mannschaftssports kommen in den Genuss etlicher ausgewähler Spielzüge.  Dass nicht alles nach Plan läuft, bringt das Leben so mit sich. Das betrifft nicht nur Hussade, sondern auch andere Aspekte, die Glinnes Probleme bereiten.

Da wären zum einen die Drossets, die Trevanyi-Familie, die ihre eigene Vorstellung vom Leben hat. Alles wäre unkomplizierter, wenn da nicht die Tochter Duissane wäre …

Er ging hinaus auf die Veranda und blickte zu den Drosset-Zelten hinüber, halb in der Stimmung, sie zu einem Abschiedsfest herüberzurufen oder zumindest Duissane, die zweifelsohne ein faszinierendes Geschöpf war, trotz Jähzorns und allem. Glinnes stellte sich vor, wie sie aussehen mochte, wenn sie guter Laune war Duissane würde jedes festliche Ereignis beleben Eine absurde Vorstellung. Vang Drosset würde ihm beim bloßen Verdacht das Herz herausschneiden.

Zum anderen gibt es die Fanscher, die von Glinnes’ Bruder Glay finanziell unterstützt werden und umwälzende Ziele verfolgen …

Akadie nickte lächelnd. »Du musst verstehen: Fanscherade ist kein Grundsatz für fünf Billionen. Fanscherade ist ein einziger Aufschrei wilder Verzweiflung, die Einsamkeit eines einzelnen Menschen, der in einer Unendlichkeit von Unendlichkeiten verloren ist. Durch Fanscherade trotzt der eine Mensch der Anonymität und weist sie von sich; er beharrt auf seiner persönlichen Großartigkeit.« Akadie hielt inne, dann schnitt er eine ironische Grimasse. »Man könnte beiläufig anmerken, dass der einzige sich verwirklichende Fanscher der Connat ist.« Er nippte am Wein.

Die Sonne war untergegangen; über ihnen hing eine hohe Schicht frostiger grüner Federwolken; im Süden und Norden waren es Strähnen und Fasern in melancholischem Rosenrot, Violett und Zitronengelb. Für eine Weile blieben die beiden Männer schweigend sitzen.

Akadie sagte mit sanfter Stimme. »Das also ist Fanscherade. Nur wenige Fanscher begreifen diesen neuen Glauben; letzten Endes sind die meisten Kinder, die der Faulheit, der erotischen Exzesse, der Unverantwortlichkeit und der schludrigen Erscheinung ihrer Eltern überdrüssig geworden sind. Sie missbilligen Kausch, Wein, Fressorgien, alles, was im Namen des unmittelbaren und impulsiven Erlebens konsumiert wird. Vielleicht ist es ihr Hauptanliegen, ein neues und markantes Bild von sich zu schaffen. Sie kultivieren ein neutrales Erscheinungsbild, nach der Theorie, dass eine Person nicht nach den Symbolen beurteilt werden sollte, für die sie sich entschieden hat, sondern nach ihrem Verhalten.«

Und:

Glinnes ging nachdenklich zum Hauptplatz. Die Gebäude wirkten etwas verwitterter, die Kalepsisranken, welche der Laube vor der Aude-de-Lys-Taverne Schatten spendeten, waren länger und dichter, und – nun, da sich Glinnes die Mühe machte und genauer hinsah – gab es eine überraschende Anzahl von Fanscher-Trachten und von der Fanscherade beeinflusster Kleidung zu sehen. Glinnes schnaubte vor Empörung über die Modehaftigkeit des Ganzen. In der Mitte des Platzes befand sich, wie immer, der Prutanshyr: eine Plattform mit zwölf Metern Seitenlänge und einem Gerüst darauf; seitlich davon war eine Nebenplattform oder ein Standplatz für die Musiker, welche für den Kontrapunkt zu den Bußriten sorgten.

In den vergangenen zehn Jahren waren ein, zwei neue Gebäude hinzugekommen, das bemerkenswerteste davon die neue Herberge Zum Hehren Sankt Gambrinus, die sich auf Menanen-Balken über den ebenerdigen Biergarten erhob, in dem vier Trevanyi-Musikanten für die Leute aufspielten, welche sich zu einer frühen Erfrischung entschlossen hatten.

Heute war Markttag; Obst- und Gemüsehändler hatten ihre Wagen um den Rand des Platzes herum aufgestellt; sie entstammten einheitlich der Wrye-Rasse, einem Volk so abgesondert und ungewöhnlich wie die Trevanyi. Trill aus Welgen und dem Umland schlenderten müßig an den Karren vorüber, begutachteten und wägten, feilschten und kauften gelegentlich auch. Die Landleute konnte man an der Kleidung erkennen: der unvermeidliche Paray mit verschiedenen anderen Gewändern, wie es die Fantasie, Bequemlichkeit, Laune oder der ästhetische Impuls vorschrieb: Einzelstücke von diesem, Kleinigkeiten von jenem; bunte Schals, bestickte Westen, mit seltsamen Mustern geschmückte Hemden; Perlen, Halsketten, klirrende Armreife, Stirnbänder, Kokarden. Die Ortsansässigen hatten weniger eigentümliche Kleidung an, und Glinnes bemerkte einen hohen Anteil an Fanscher-Anzügen aus feinem grauem Material und von elegantem Schnitt, zu denen polierte schwarze Halbstiefel getragen wurden. Einige trugen eng über das Haar gezogene Stulpkappen aus schwarzem Filz. Manche der Trachtenträger waren ältere Leute, selbstbewusst in ihrem stilvollen Putz. Gewiss, dache Glinnes, konnten sie nicht alle Fanscher sein

Ein dürrer, langarmiger Mann in Dunkelgrau kam auf Glinnes zu; er sah ihn betroffen und mit verächtlichem Amüsement an. »Du auch? Das ist doch nicht die Möglichkeit!«

Akadie legte keinerlei Verlegenheit an den Tag. »Wieso nicht? Was kann eine Marotte schaden? Ich habe Freude daran, so zu tun, als sei ich wieder jung.«

Die Ausgangssituation ist geschaffen, das Spielfeld bereitet, einige der Akteure benannt – die Handlung, die bei Vance häufig vor der Szenerie in den Hintergrund tritt, kann sich – auf die üblich exotisch-bunte Art und Weise – enfalten.

Ich hoffe, der geneigte Leser hat genauso viel Freude an der Lektüre wie ich!

Trullion: Alastor 2262 belegte 1974 bei den Locus Poll Awards den sechsten Platz, eine der besten Platzierungen Vances bei diesem Preis.

Nach Trullion folgen im Rahmen der Alastor-Sternhaufen-Trilogie die Bände Wyst: Alastor 1716 und Marune: Alastor 933 – in dieser Reihenfolge, denn den Aufzeichnungen der Vance Integral Edition (VIE) zufolge wurden beide Romane 1974 vollendet, wobei Wyst offenbar vor Marune fertig war. Jedes der drei Bücher ist in sich abgeschlossen und somit eigenständig lesbar. Gemeinsamer Hintergrund ist der Alastor-Sternhaufen, der seinerseits Teil des Gaeanischen Reichs ist.

Demnächst bei Spatterlight.de.

17.07.2019

Auf Tor.com ist ein Artikel über die Tschai-Serie erschienen:

Culture or Madness? How Jack Vance’s Worldbuilding Redefined “Adventure”

13.04.2019

Erschienen und ab sofort im Shop (als epub, später auch als mobi) zu haben. Amazon und die anderen Bezugsquellen für epub sollten in Kürze ebenfalls ausliefern können.

Dem E-Buch liegt die Übersetzung der Edition AI zugrunde.

Sein letzter Roman – Lurulu – erschien 2004; Vance bezeichnet dieses Werk als seinen Schwanengesang.

Nahezu völlig blind hat er das vorliegende Buch, seine Autobiografie, auf Band gesprochen; niedergeschrieben wurde es von seinem Freund Jeremy Cavaterra.

Es ist der Roman seines Lebens – ein Leben mit vielen Reisen und Begegnungen mit anderen Menschen, mit Musik und immer wieder der Heimkehr zum Haus in Oakland, das sich die Familie selbst gebaut und mit Materialien aus aller Welt eingerichtet hat.

Dieser großartige Schriftsteller bietet dem Leser die Möglichkeit, ihn auf der Reise durch sein Leben zu begleiten: Gestatten, Jack Vance.

»Diese autobiografische Aufzeichnung ist vielleicht eher eine Landschaftsbeschreibung denn ein Selbstportrait – oder zumindest ein Streifzug durch die Landschaft, die mein Leben darstellt. Ich begreife, dass mein Ruf, so wie die Dinge liegen, von meinen literarischen Hervorbringungen rührt; allerdings ist das Schreiben nicht die einzige Tätigkeit meines Lebens gewesen, und ich bin verpflichtet, darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Buch nur wenig zum Thema in der Art von Fachsimpelei zu bieten hat … Wie auch immer, viele bemerkenswerte Personen sind in mein Leben getreten und wieder daraus verschwunden, und ich hatte das Glück, in einer interessanten und ereignisreichen Epoche zu leben. Ich habe versucht, diese Personen und Ereignisse zu beschreiben und gleichzeitig etwas von meiner Haltung gegenüber dem Leben zum Ausdruck zu bringen. Letzteres nicht mit Nachdruck oder auch nur bewusst; es ist lediglich ein unvermeidliches Nebenprodukt, wenn man seine eigene Geschichte erzählt.«

12.03.2019

Erschienen und ab sofort im Shop (als epub, später auch als mobi) zu haben. Amazon und die anderen Bezugsquellen für epub sollten in Kürze ebenfalls ausliefern können.

Dem E-Buch liegt die komplett überarbeitete Übersetzung der Edition AI zugrunde.

Jaro wird als Kind halbtot von den Musikologen Hilyer und Althea Fath aufgefunden. Sie gewinnen ihn lieb, adoptieren ihn und nehmen ihn mit nach Merriehew, ihrem Zuhause in Thanet auf der Welt Gallingale. Doch irgendetwas ist mit Jaros Verstand nicht in Ordnung. Seltsame Stimmen und Bilder setzen ihm zu; ihm fehlen die Erinnerungen seiner frühen Kindheit und an seine leiblichen Eltern. Er muss in psychologische Behandlung. Dies und sein Status als »Nimp«, einem Clublosen in einer Welt, deren Prestigedenken sich im Streben nach der Mitgliedschaft in möglichst exklusiven Clubs ausdrückt, machen es ihm schwer, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Hinzu kommt der immer stärker werdende Wunsch Jaros, Raummann zu werden und nach seinen Wurzeln zu suchen. Doch die Faths möchten Jaro behütet wissen und mit einer guten Ausbildung auf das Leben vorbereiten.

Alles ändert sich, als zwei Außerweltler nach Thanet kommen: Gaing Neitzbeck und Tawn Mahiac. Worin besteht ihr Interesse an Jaro? Was führen sie im Schilde?

15.02.2019

Erschienen und ab sofort im Shop (als mobi und epub) zu haben. Amazon und die anderen Bezugsquellen für epub sollten in Kürze ebenfalls ausliefern können.

Dem E-Buch liegt die komplett überarbeitete Übersetzung der Edition AI zugrunde.

Apollon Zamp ist Eigner des Showboots Miraldras Verzauberung und befährt damit den unteren Vissel auf der Welt namens Großplanet. Die Truppe legt unterwegs auf dem Fluss und seinen zahlreichen Nebenarmen an Orten wie Chist, Gotpang, Port Optimo oder Lanteen an der Glasbläserspitze an, um Vorstellungen zu geben.
Bevor er weniger bekannte Ortschaften anläuft, ist Zamp gut beraten, einen Blick in das Flussverzeichnis zu werfen, denn es gilt, während der Vorstellungen Anstößigkeiten gegenüber dem Publikum zu vermeiden. Es ist leicht möglich, kulturelle Tabus zu brechen und die Quittung dafür zu bekommen. Deshalb schreibt er mit kundiger Hand die geplanten Stücke so um, dass sämtliche Sittenwidrigkeiten gemieden werden.
Doch Sitten und Gebräuche der Einwohner sind nicht die einzigen Herausforderungen, denen sich die Miraldras Verzauberung stellen muss. Denn sie ist nicht das einzige Showboot der Region. Zamps härteste Konkurrenz sind die Fironzelles Goldene Eingebung und deren Kapitän Garth Ashgale. Keiner der beiden Schiffsmeister schreckt vor Halunkenstreichen zurück, wenn es darum geht, dem jeweils anderen eins auszuwischen.
Als König Waldemar eines Tages einen großen Wettstreit der Showboote in Mornune ausruft, fängt für Apollon Zamp und seine Truppe ein ganz neues Abenteuer an. Das Reich Soyvanesse liegt am Obervissel, nahe dem Bodenlosen See – der Weg ist weit und die Ortschaften am Ufer sind unbekannt. In dem Fall ist es beruhigend zu wissen, dass man mit einer Vorrichtung unter den Rängen ein allzu aufmüpfiges Publikum kurzerhand von Bord ins Wasser befördern kann.
Aber dann kommt es doch anders, als Zamp es sich vorgestellt hat, und er muss mit ganz anderen Gegebenheiten fertig werden. Doch Zamp wäre nicht er selbst, wenn er sich davon unterkriegen lassen würde …

Jack Vances Originaltitel des Buches würde übersetzt wie folgt lauten: Die prächtigen Showboote des unteren Vissels, LuneXXIII, Süd, Großplanet.

23.01.2019

Erschienen und ab sofort im Shop (als epub) zu haben. Amazon und die anderen Bezugsquellen für epub sollten in Kürze ebenfalls ausliefern können.

Dem E-Buch liegt die komplett überarbeitete Übersetzung der Edition AI zugrunde.

Großplanet: Schmelztiegel jener, welche die Erde verlassen haben, oftmals, weil sie dort nicht erwünscht waren, und dort ihre eigenen Gesellschaften gründeten. Der Planet ist so groß, dass die Gemeinschaften zuweilen tausend, fünftausend, zehntausend Kilometer voneinander entfernt sind.

Noch bevor die irdische Abordnung, welche in Sachen »Bajarnum von Beaujolais« auf Großplanet ermitteln soll, ihren Zielort erreicht, wird das Raumschiff sabotiert und stürzt ab. Die Überlebenden stehen vor einer fünfundsechzigtausend Kilometer langen Reise, um zur Erd-Enklave zu gelangen. Die bevorstehende Fahrt führt sie unter anderem zur Edelweiss-Hochbahn über dem Oust, zur Sumpfinsel, nach Kirstendale und der Einstrangbahn nach Brunnen-von-Myrtensee. Unterwegs begegnen sie solch illustren Gestalten wie den Magickern und Hexen von Edelweiss, Heinzelmann dem Höllenhengst, einem gewissen Clodleberg, Sir Walden Marchion …

»Großplanet« ist ein frühes Beispiel der Vorliebe Vances für das Motiv der Odyssee.

12.12.2018

Erschienen und ab sofort im Shop (als epub) zu haben. Amazon und die anderen Bezugsquellen für epub sollten in Kürze ebenfalls ausliefern können.

Dem E-Buch liegt die leicht überarbeitete Übersetzung der Edition AI zugrunde.

Jubal Droad ist ein Glint und ein Zweitgeborener. Deshalb muss er sein Zuhause verlassen und ein Yallow absolvieren – eine Wanderung durch ganz Thaery, während der Wege ausgebessert oder andere Aufgaben erledigt werden. Ein Unbekannter verursacht einen Unfall, bei dem Jubal so sehr verletzt wird, dass er sich wochenlang davon erholen muss. Nach seiner Genesung nimmt er die Spur des Übeltäters auf, um ihne zur Rechenschaft zu ziehen und gerät in Machenschaften, die das Antlitz des Planeten Maske für immer verändern könnten, aber auch Jubal ganz persönlich betreffen.
Um eine Anstellung zu finden, begibt sich Jubal Droad nach Wysrod, der Metropole am Langen Ozean. Nai der Hever ist der Mann, an den er sich mit einem Empfehlungsschreiben seines Onkels wenden soll.
Außerdem will er von dort aus seine private Rechnung begleichen. Bald zeigt sich, dass die Dinge nicht ganz so sind, wie er sie gern hätte, und er weiß nicht, wer welches Spiel mit ihm zu treiben versucht. Doch Glints sind für Ihre Dickköpfigkeit bekannt und für ihre Veranlagung, die Initiative zu ergreifen …

Maske: Thaery – mit 2 Karten, 37 Fußnoten und einem Glossar: ein Roman für Kenner von Jack Vance!

20.11.2018

Erschienen und ab sofort im Shop (als epub) zu haben. Amazon und die anderen Bezugsquellen für epub sollten in Kürze ebenfalls ausliefern können.

Dem E-Buch liegt die überarbeitete Übersetzung der Edition AI zugrunde.

Die USA in den 1950er Jahren. Die Lekthwaner sind auf die Erde gekommen und haben Handelsbeziehungen aufgenommen. Sie sind eine technisch fortgeschrittene Rasse und den Menschen in dieser Hinsicht bei Weitem überlegen. Deshalb werden sie von vielen als arrogant angesehen. Allerdings sind die Lekthwaner auch eine überaus ansehnliche Rasse. So interessiert sich Roy Barch für das lekthwanisches Mädchen Komeitk Lelianr.

Doch auch für die Lekthwaner ist nicht alles eitel Sonnenschein. Es gibt die aggressive Rasse der Klau, die sich für sie wertvolle Arbeitskräfte besorgen wollen. Sie bekommen auch Roy Barch und Komeitk Lelianr in die Hände und deportieren sie zum Industrieplaneten Magarak, wo sie als Sklaven arbeiten sollen.

Fügen sich die meisten Mitglieder der Fremdrassen, die Barch auf Magarak kennenlernt, so ist dies bei ihm anders. Er will kein Sklave sein und unternimmt etwas dagegen; er ergreift die Initiative und plant den Bau eines improvisierten Raumschiffs, um wieder zur Erde zu gelangen.

Der Titel des Buches in der Vance Integral Edition (VIE) lautet »Gold and Iron«. Er weist auf den Unterschied der Rassen hin – einige sind schön und wertvoll, andere nützlich … Die deutsche Ausgabe folgt dieser Handhabung nicht, sondern nutzt die Übersetzung eines anderen Titels, unter dem das Buch ebenfalls im Original erschienen ist.

Es ist eine Abenteuergeschichte, in der viele von Vances späteren Charakteristiken bereits vorhanden sind: kulturelle Eigenschaften der Völker wie Kommunikationsvarianten (Charakterisationen) und Fetische (Geburtssack / Talisman) und das Thema Freiheit / Sklaverei.

Die Übersetzung dieser Ausgabe folgt der Vance Integral Edition, in der zum ersten Mal das »Happy End«, welches offenbar ein übereifriger Verlagsmitarbeiter im letzten Kapitel früherer Ausgaben eingefügt hatte, weggelassen wurde.

08.11.2018

Hier eine knappe halbe Stunde Interview mit Werner Fuchs einer- und John Vance andererseits:
Wine and Paper: Das Erbe des Jack Vance.
Dazu einige Einblicke in das Rieverview-Haus der Vances in Oakland.

08.11.2018

Bald kommen kommen neue E-Bücher von Spatterlight.de heraus ...
In der Zwischenzeit bietet Heyne bis Ende November die Jack-Vance-E-Bücher (unter anderem) für einen reduzierten Preis von EUR 1,99 an.
Hier sind sie zu finden:

die zukunft.de

08.09.2018

Der Herbst naht. In Sachen Format epub hat sich etwas getan. Alle bisher im amazon-Format mobi veröffentlichten Titel stehen seit heute im Shop zur Verfügung.

Der Auftrag, sie in die einschlägigen Online-Shops zu verteilen, ist erfolgt, sodass sie auch dort in Kürze zur Verfügung stehen sollten.

Für Spatterlight ist es natürlich vorteilhafter, wenn sie über den Spatterlight-Shop bezogen werden, da hier keine zusätzlichen Rabatte an die Online-Shops abgeführt werden müssen. Daher bitten wir Sie zu überlegen, im Spatterlight-Shop einzukaufen.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Weitere Titel sind für Herbst, Winter und Frühjahr geplant.

24.06.2018

Die schlechte Nachricht:

Die meisten E-Bücher im Format epub sind vorübergehend nicht verfügbar.  Sobald sie wieder in den Online-Shops zu haben sind, wird dies auf dieser Seite bekannt gegeben.

Die gute Nachricht:

Zur Verfügung stehen im Format epub ab sofort die drei Bücher der Durdane-Trilogie:

Der Anome

Die Roguskhoi

Die Asutra

Vorerst sind sie nur über XinXii zu erwerben. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt auch über andere Online-Shops zu beziehen sein.

13.04.2018

Bei amazon erhältlich (epub-Format später), Band drei der Durdane-Trilogie:

Etzwane trank nachdenklich von seinem Bier. Ifness sah ihm steinern von der Seite her zu. Etzwane fragte: »Studieren Sie immer noch die Asutra?«

»Das tue ich.«

»Glauben Sie, dass sie mit Shant fertig sind?«

»Ich glaube gar nichts.« Ifness sprach mit seiner didaktischen, eintönigen Stimme. »Die Asutra haben eine biologische Waffe an den Menschen von Shant erprobt. Die Waffe – das heißt die Roguskhoi – hat versagt, weil die Ausführung unausgereift war, hat aber zweifellos ihren Zweck erfüllt. Die Asutra sind jetzt besser informiert. Sie besitzen immer noch zahlreiche Möglichkeiten. Sie können ihre Experimente fortführen, indem sie andere Waffen verwenden. Auf der anderen Seite könnten sie sich dazu entschließen, die menschliche Existenz auf Durdane vollständig auszulöschen.«

Der Kampf um Durdane geht in die letzte Runde. Um seine Heimat zu verteidigen, muss Gastel Etzwane sie verlassen. Was führen die geheimnisvollen Asutra im Schilde? Welche Interessen verfolgt Ifness? Werden Etzwanes ehrgeizige Pläne aufgehen?

28.03.2018

Patrick Dusoulier gestorben!

Patrick, Mitstreiter bei verschiedenen Treffen im Rahmen der Vance Integral Edition (VIE). Ich durfte Dich in Chinon und Mailand und 2006 in Paris treffen und Zeit mit Dir verbringen. Wir haben trefflich über Vance-Übersetzungen korrespondiert, und ich habe viel von Dir gelernt. Mögest Du Dein Leben in der Ewigkeit in Frieden genießen. Ich behalte Dich im Hier und Jetzt  in guter Erinnerung!

17.03.2018

Bei amazon erhältlich (epub-Format später), Band zwei der Durdane-Trilogie:

Etzwane bestellte eine Schale geeisten Weins und Exemplare der örtlichen Zeitungen. Finnerack nahm ein Kelchglas Wein entgegen, zeigte allerdings keinerlei Interesse an den Nachrichten, die düster waren. Abschnitte abwechselnd in Schwarz, Braun und Senfgelb berichteten darüber, dass die Roguskhoi in den Kantonen Lor-Asphen, Bundoran und Surrume auf dem Vormarsch waren und sie den Kanton Shkoriy vollkommen unter Kontrolle hatten. Etzwane las:

Die Politik des Anome, Frauen in die Küstenkantone zu evakuieren, war zweifellos richtig. Der Effekt davon ist allerdings, dass die Roguskhoi zu immer grausameren Verwüstungen gereizt und angeregt werden, um so ihre offenbar unstillbare Lust befriedigen zu können. Wo sollen diese schrecklichen Vorgänge enden? Falls der Anome mit seiner Macht die schrecklichen Horden nicht dahin zurückdrängen kann, woher sie gekommen sind, wird Shant in fünf Jahren von Roguskhoi wimmeln. Wohin wenden sie sich als nächstes? Nach Caraz? Davon ist auszugehen, denn die Palasedraner würden keine so furchtbare Waffe auf das Volk von Shant loslassen, ohne ein Mittel der Kontrolle über sie zu haben.
Gastel Etzwane will etwas gegen die Bedrohung durch die Roguskhoi unternehmen. Doch wie geht er am geschicktesten vor? Woher kommen diese Unwesen? Ist das Übel mit der Wurzel auszurotten?

23.02.2018

Bei amazon erhältlich (epub-Format später):

Im Alter von neun Jahren hörte Mur einen Mann in der Ruhekate seiner Mutter scherzhaft einen Fluch im Namen des Mannes ohne Gesicht rufen. Später, nachdem der Mann seiner Wege gegangen war, stellte Mur der Mutter eine Frage. »Gibt es den Mann ohne Gesicht wirklich?«

»Es gibt ihn wirklich, ja«, erwiderte Eathre.

Mur dachte eine Weile über die Angelegenheit nach. Dann erkundigte er sich: »Wie isst, riecht oder redet er?«

Eathre entgegnete in ihrem ruhigen Ton: »Ich schätze, auf die ein oder andere Weise schafft er es.«

»Es wäre interessant dabei zuzusehen«, sagte Mur.

»Zweifellos.«

»Hast du ihn je gesehen?«

Eathre schüttelte den Kopf. »Der Mann ohne Gesicht kümmert sich nicht um die Chiliten, also musst du dir um den Mann ohne Gesicht keine Sorgen machen.« Als grüblerischen Nachgedanken setzte sie hinzu: »Ob zum Guten oder Schlechten, so ist es eben.«

Mur ist ein aufgeweckter Bursche, der seiner Mutter helfen will. Er ahnt nicht, was er im Laufe seines Lebens auf sich nehmen muss, um seine Ziele zu erreichen. Doch was wäre, wenn er jemanden träfe, der in der Lage ist, ihm zu helfen?

21.01.2018

Auf der Seite "Verleger" habe ich beschlossen, einen Blog zu schreiben, der mehr oder weniger regelmäßig geführt werden soll, je nachdem, wie ich dazu komme und Lust und Laune dazu habe ...

Also hier: 1. Blogeintrag

15.12.2017

Bei amazon erschienen:

Pao – eine Welt mit Abermilliarden von Einwohnern, welche die Höhen und Tiefen des Lebens stoisch über sich ergehen lassen und riesige Versammlungen abhalten, um ihr gemeinsames Summen zu skandieren.

Die Brumbos von Batmarsch sind eine ständige Bedrohung für Pao. Doch um sie loszuwerden, müssen sich die Paonesen grundlegend ändern …

Breakness – der Planet des Breakness-Instituts, Heimat der Dominies, die sich ihre Dienste gut bezahlen lassen.

Haben die sogenannten Breakness-Hexer die Lösung für das Problem Paos? Und welches ist der Preis, der dafür zu bezahlen ist?

Beran Panasper lernt beide Welten kennen. Danach ist nichts mehr so, wie es zuvor gewesen war …

Der vorliegende Text folgt der Vance Integral Edition und setzt sich aus einer Kombination der Magazin- und der Buchversion zusammen, welche umfangreicher ist als beide für sich genommen.

28.11.2017

Bei amazon erschienen:

Clarges, die Stadt am Fluss Choral, ist die letzte zivilisierte Metropole der Erde. Die Menschen dort gehen ihren Strebschaften nach, um sich den Aufstieg in die nächsthöhere Stufe der Gesellschaft zu verdienen und damit gleichzeitig ihre Lebenszeit zu verlängern.

Mitglieder der Amarant-Gesellschaft haben nicht nur eine unbeschränkte Lebenszeit, sondern sind auch vor Unfällen geschützt. Sie besitzen Simulakren, die sie immer wieder aktualisieren. Stößt ihnen etwas zu, werden diese geklonten Abbilder ihrer selbst geweckt und setzen ihr Leben fort.

Das Ventil für den Druck, der durch das tägliche Streben nach Steigung entsteht, ist das Vergnügungsviertel Carnevalle – hier mischen sich die Menschen aller Gesellschaftsschichten, um das alltägliche Leben abzuschütteln und sich zu zerstreuen.

In Carnevalle bereitet Given Waylock seinen sozialen Aufstieg vor, um in die Amarant-Gesellschaft vorzustoßen. Allerdings holt ihn dabei seine Vergangenheit ein und der Plan droht zu scheitern.

Dazu kommt die Überbevölkerung, mit dem Clarges zu ringen hat – mit allen Erscheinungsformen, die dieses Problem mit sich bringt …

18.11.2017

Willkommen auf der Internetseite von Spatterlight.de!

Das Projekt ist bereits etwas länger in Vorbereitung, doch erst nachdem die neue Seite der Edition AI fertiggestellt war, konnte die Arbeit an Spatterlight beginnen.

Auch hier ist es so, dass man, sofern man die Seite komplett nach oben rollt, die schönen Weltraum-Bilder in voller Pracht betrachten kann.

Was Spatterlight ist, wird auf der Verlagsseite erklärt. Hier ist der Link dorthin (oder auf "Spatterlight" rechts neben Startseite klicken):

Spatterlight.de

Es liegt in der Natur der Sache, dass viele Links zur Seite der Edition AI führen. Wozu alles doppelt anlegen, wenn ein Link genügt?

Weshalb überhaupt eine separate Spatterlight-Seite? Wenn es schon ein eigenes Logo gibt und einen Namen, der auch international durch die Seiten in den Vereinigten Staaten – Spatterlight.com – und den Niederlanden – Spatterlight.nl – bekannt ist, liegt das nahe.

Nun viel Spaß beim Stöbern!